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Virtuelle Homebase von Björn Hornemann, Online Marketing Manager bei wwg worldwidegames / playnik.com. Hier gehts um alles was mich bewegt: Web, Medien und Skurriles aus dem nicht-virtuellen Leben.

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Gedanken über ein Comeback

Vor rund fünf Jahren, als meine Vita von persönlichen Lebensniederlagen, Quarterlife-Crisis und Finanzkrise noch unbehelligt war, beschäftigte ich mich neben dem Studium hauptsächlich mit elektronischer Tanzmusik. Vom DJing über Event-PR und dem Dasein als freier Autor bis zur Produktion von Veranstaltungen habe ich damals eigentlich so ziemlich alles durchlaufen was in der sozialen Hierarchie des Dancemusicbiz existiert. Ich hab manchmal vor fünf Leuten gespielt (gerne in so klangvollen Metropolen wie Delmenhorst oder Wolfsburg) und manchmal vor 10.000 (wie Sylvester in Belgrad vor fünf Jahren).

Nach Ende des Studiums ging das mit dem Musicbiz den Bach runter. Labels hatten noch keine Antwort auf den neuen Distributionsweg Internet, Gagen brachen ein, und auch die Musik selbst veränderte sich und blieb auf Jahre in einem engen Korsett aus Minimal-4-Spur-geklicker gefangen. Das war nicht mehr meine Welt, zudem hatte ich auf einmal einen zeitfüllenden Job im “realen” Leben, somit war das Thema für mich erledigt und ich beschloss im Herbst des letzten Jahres dem Dasein als Plattenaufleger ein Ende zu setzen. Ich war müde von der Clubszene, gelangweilt von der Musik, den gleichen oft amphetamin-verseuchten Partyheads und den nachfolgenden DJ-Generationen die sich eher daran orientierten Szenestars zu kopieren als eigene Wege zu gehen.

In den letzten drei Monaten bin ich fast jedes Wochenende auf irgendwelchen Clubevents gewesen. Eskapismus von jenen emotionalen Tiefen und persönlichen Niederlagen die ich in diesem (und vermutlich auch noch im nächsten) Jahr leider zu durchleben habe, verbunden mit Verletzungen, Trauer und viel Stress. Und ich stellte in dieser Zeit fest, daß mir etwas fehlt: Das Spiel mit der Tanzfläche, den perfekten Moment in dem man die perfekte Platte zum Zeitpunkt X spielt (was wohl nur diejenigen nachvollziehen können die selbst auflegen oder sich intensiv mit Clubkultur beschäftigt haben) und das Gefühl, den Gästen eine gute Zeit bereitet zu haben.

Es klingt hochtrabend, aber mit jedem durchfeierten Wochenende mehr wuchs meine Motivation das Thema Turntableism noch einmal anzugehen. Derzeit passiert wieder etwas in Clubland. Die Musik und die Künstler werden wieder interessanter, interessante Clubs etablieren sich (Zucker) und nicht zuletzt ist es das was ich neben verbaler Kommunikation wohl am besten beherrsche: Entertainment ;).

Wie intensiv ich das aufgreifen werde ist noch nicht wirklich klar. Aber ich bin wieder heiss und wills noch mal wissen. Am 25.12. gehts los. Mit der alten Garde aus der Neuen Welt. Jenem Club in dem ich lange Zeit Resident war und mit den Jungs mit denen ich eine dreistellige Zahl von Abenden bespielt habe: Laszlo, Bace und natürlich Ralf “the Hustler” Rombach. Location wird entsprechend die ehemalige Neue Welt sein. Ich freue mich riesig, bietet es doch Abwechslung vom traditionellen Feiertagstüdelü. Feel free to join the crew :)

Neue Welt Revival Front

 

3 Responses to “Gedanken über ein Comeback”

  1. olli Says:

    Ich leide/litt mir dir… Gruß an die alte Bagage!!

  2. s33k Says:

    Track zum Text:

    http://hypem.com/search/The%20Message%20(Datashat%20Remix)/1/

    ;) rock on

  3. leptomorph.com » Comeback Says:

    [...] Wie angekündigt: Erstes Gig seit Juli 2008 heute Nacht im Musikclub Bremen (ehemalige Location der Neuen Welt). [...]

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